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Blase am Fuß beim Wandern

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Für mich ist es immer sehr ärgerlich, wenn eine Wandertour oder ein Städtetrip aufgrund von einer Blase am Fuß oder einer unangenehmen Scheuerstellen unterbrochen wird. Ich hatte selbst Probleme mit Blasen an den Füßen, wenn ich meine Schuhe im Vorfeld richtig eingelaufen habe. Ich verrate euch im folgende Text, wie sich Blasen und Scheuerstellen vermeiden lassen, wie sie überhaupt entstehen und welche Ursachen für Blasen am Fuß dahinter stecken.

Wie entstehen Blasen?

Wenn ein Wanderschuh nicht richtig sitzt und der Fuß hin- und herrutscht, wird immer mehr die Verbindung zwischen den einzelnen Hautschichten zerstört. Gleiches gilt für den Fall, dass die Stiefel zu eng sind. Die oberste Hautschicht, die auch Oberhaut genannt wird, reibt auf den unteren Schichten und es bildet sich Wundflüssigkeit. Bei sehr tief sitzenden Verletzungen kann zusätzlich noch Blut in den Hohlraum einfließen, wodurch dann eine Blutblase entsteht. Grundsätzlich hat die Flüssigkeit die Aufgabe, das Gewebe zu schützen. Allerdings können dadurch beim Wandern teilweise sehr starke Schmerzen aufkommen.

Es gibt aber noch viele weitere mögliche Gründe, warum eine Blase entsteht. Neben zu großen oder zu kleinen Schuhen können nicht eingelaufene Wanderschuhe, rutschende Socken oder zu viel Feuchtigkeit im Inneren des Schuhs für diese verantwortlich sein. Daher nehme ich auf jede Wanderung Blasenpflaster mit, die den Schmerz deutlich lindern.

Wunde Füße vorbeugen

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten die passenden Schuhe getragen werden. Wenn ich mir ein neues Paar kaufe, wandere ich mit diesen zunächst einige Male kurze Strecken und niemals längere Touren. Dadurch kann sich der Fuß langsam an die Passform gewöhnen. Zumeist reicht es aus, die neuen Schuhe einige Stunden zu tragen. Handelt es sich allerdings um Modelle aus robustem Leder, kann es etwas länger dauern, bis sie richtig eingelaufen sind. Übrigens sollten Schuhe grundsätzlich am Abend gekauft werden, da die Füße dann etwas größer sind als am Morgen. Ich reibe meine Füße vor jeder Wanderung mit einer speziellen Pflegecreme oder Hirschtalg ein. Dadurch kann ich die Verletzungsgefahr etwas minimieren.

Die passenden Socken

Ohne die passenden Socken kommt es beim Wandern zwangsläufig zu Blasen. Ich trage Modelle, die aus speziellen Funktionsmaterialien, aus Wolle oder aus beidem bestehen. Baumwolle eignet sich für diese Zwecke hingegen nicht. Wandersocken sollten ideal und faltenfrei sitzen. Im Zweifel sollte besser eine Nummer zu groß als eine Nummer zu klein gewählt werden. Wer sehr schnell und oft Blasen bekommt, kann beim Wandern auch zwei Paar Wandersocken tragen.

Voraussetzung ist allerdings, dass in dem Schuh noch genug Platz ist. Hierbei wird zunächst ein dünneres Paar aus Polyester oder einem anderen Funktionsmaterial angezogen. Dadurch wird gewährleistet, dass der Schweiß ideal abgeleitet wird und sich nicht staut. Als zweite Schicht werden dann normale Wandersocken angezogen.

Die Schuhe richtig schnüren

Nachdem ich meine Tour gestartet hab, ziehe ich die Schnürsenkel noch einmal nach. Dadurch sitzen die Schuhe ideal und ich kann wiederum das Verletzungsrisiko minimieren. Das Nachziehen ist wichtig, da sich die Schnürsenkel auf den ersten Metern lockern und das Leder warm wird. Allerdings sollte ein Wanderschuh auch nie zu fest geschnürt werden, da die Füße dann nicht mehr ideal mit Blut versorgt werden. Um Blasen zu verhindern, lege ich regelmäßig Pausen ein. Hierbei ziehe ich meine Schuhe und meine Socken aus und lasse sie einige Minuten an der frischen Luft trocknen.

Tape schützt die Füße vor Blasen und Abschürfungen

Wenn ich eine sehr lange Wanderung vor mir habe, klebe ich auf alle kritischen Stellen meines Fußes Tape. Dadurch werden diese vor Reibung geschützt und es kommt nicht so leicht zu Blasen. Wer diese immer wieder an den gleichen Stellen bekommt, sollte sich entweder neue Schuhe kaufen oder den Fuß an den betroffenen Stellen mit Tape versehen. Wichtig ist, dass dieses nur auf saubere und vor allem trockene Hautbereiche aufgetragen wird und sich hierbei keine Falten bilden. Denn diese könnten die Blasenbildung begünstigen.

Die Ränder des Tapes sollten an Stellen liegen, die weniger beansprucht werden. Das Band muss klebestark sein und sich nicht durch Schweiß lösen. In der Apotheke werden passende Produkte angeboten, die sich zum Wandern eignen. Zwar sind diese etwas teurer als einfaches Klebeband, dafür halten sie aber auch deutlich besser. Ich nutze das Tape übrigens auch schon während der Wanderung bei den ersten Anzeichen, wie Reibung oder Rötungen am Fuß. So lassen sich zumindest leichte Blasen am Fuß behandeln und es kann schlimmeres verhindert werden.

Blasenpflaster

Alternativ zu dem oben erwähnten Tape können spezielle Blasenpflaster zur Prophylaxe auf die kritischen Hautbereiche geklebt werden. Diese bilden ein Gelpolster und schützen den Fuß sehr gut. Blasenpflaster haben den großen Vorteil, dass sie die Haut nicht aufweichen. Dadurch können sie theoretisch auch mehrere Tage auf dem Fuß kleben. Ich lasse sie meistens so lange auf der Haut, bis sie sich von alleine lösen.

Die oben aufgelisteten Tipps können helfen, die Blasenbildung zu vermeiden. Dennoch können immer Mal wieder wunde Stellen entstehen. Und wer sich zu diesem Zeitpunkt gerade auf einer Wanderung befindet, sollte Blasenpflaster im Gepäck haben. Denn mit diesen ist es zumeist noch möglich weiter zu gehen, wenn auch mit gewissen Schmerzen.

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Willkommen auf meinem Outdoor- und Reiseblog. Schön, dass du da bist. Mein Name ist Nick und es zieht mich immer wieder in die Natur, an die frische Luft und in ferne, fremde Länder. 2018 bin ich mit diesem Blog gestartet. Gerne nehme ich euch mit auf meine Reisen und Erlebnisse und gebe praktische Tipps. Außerdem veranstalte ich Wandertouren rund um Köln - hier freue ich mich immer wieder über gleichgesinnte Mitwanderer.

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