Südaustralien: 8 Highlights Down Under

Im November 2010 war ich als Rainbow Reporter in Südaustralien unterwegs und habe auf queer.de täglich von meinen Erlebnissen berichtet. Von Adelaide über Kangaroo Island bis ins schöne Barossa Valley, habe ich viel erlebt und gesehen. Ich hatte die Gelegenheit Kängurus und Wombats zu beobachten, einen Koala auf den Arm zu nehmen und mit Delfinem zu schwimmen. Schnellboot und Kanufahren durch die Mangroven gehörte auch zu meinem außergewöhnlichen Trip.

Südaustralien Highlights im Überblick:

1 Delfin-Schwimmen in Glenelg
2 National Wine Centre & McLaren Vale
3 Aborigines in Adelaide
4 Adventure Kayaking in Adelaide
5 Kuscheln mit einem Koala
6 Känguru-Insel – Jeep-Tour
7 Mit dem Speedboat um die Insel
8 Weinsause durchs Barossa Valley

Delfin schwimmen in Glenelg

Der Wecker klingelte schon sehr früh und gegen 07:00 Uhr ging es zum Holdfast Shores  Marina in Glenelg. Dort wartete schon das Team von Temptaion Sailing, um mit einem Katamaran zu den faszinierendsten Tieren der Welt zu fahren: den Delfinen!

Ich habe es absolut genossen mit den Tieren zu schwimmen und sie aus nächster Nähe zu betrachten. Die Bord-Crew war sehr professionell und es wurden Shark Shields verwendet, die ein einzigartiges schützendes elektrisches Feld um die Schwimmer schaffen, so dass ich mich im Wasser sehr sicher fühlte. Nach einer kurzen Einführung an Bord zwängten wir uns in Neopren-Anzüge.

Wir hörten alle auf die Befehle der Skipper. Wenn sie riefen: „Swim in“, liefen wir alle schnell zum Heck des Bootes, sprangen in den Ozean und schwammen nacheinander an einem Seil – um uns herum die Delfine. Während wir im Wasser waren, machte die Crew an Bord schöne Fotos von uns und den Tieren.

delfin

Delfin schwimmen in Glenelg


Nebensaison

Erwachsene 98,00 $
Kinder (9-15 Jahre) 88,00 $

Hauptsaison – Dezember / Januar SA Schulferien

Erwachsene  108,00 $
Kinder (9-15 Jahre)  98,00 $

Zu Temptation Sailing


National Wine Centre & McLaren Vale

Südaustralien ist bekannt für großartige Weine. Da darf ein Besuch im National Wine Centre, dass von innen aussieht wie ein großes Weinfass, nicht fehlen. Das Museum führt interaktiv durch die Weinindustrie Australiens und stellt über 50 Weinregionen vor. Man kann dort auch sehr gut Weine probieren.

Neben dem berühmten Barossa Valley, dass ich euch unbedingt empfehle, hat auch die kleine Weinregion McLaren Vale viel zu bieten. Die Weinregion liegt zwischen Lofty Ranges und dem Golf von St. Vincent und ist landschaftlich wunderschön. 1838 wurden die ersten Weintrauben angepflanzt. Hier ein Schnappschuss auf der Durchfahrt:

Der Hunger trieb uns ins Weingut Maxwell – zu dem ein gemütliches Restaurant gehörte. Ich probierte das „Quartett“ – vier verschiedene Gänge mit Ente, Lachs, Hummer und Schwein und zu jedem Gang der passende Wein. Mehr als ein Feuerwerk für meinen Gaumen!

Angehickst ging es dann zur finalen Weinprobe zur Chapel Hill Winery und blickten auf das gesamte Tal.

Aborigines in Adelaide

Haydy Bromley, Besitzer von BOOKABEE Tours, zeigte mir die südaustralische Haupstadt Adelaide und ihr Umgebung aus Perspektive der Aboriginies. Der Tagesausflug begann im Aborigines-Kulturinstitut Tandanya. Hier gibt es Tanz-Performances, Ausstellungen, Vorträge oder auch Didgeridoo-Kurse. Die Foto-Ausstellung „Sista Girls“ der transsexuellen Aborigines-Frauen, fand ich besonders spannend. Nachdenklich stimmt mich das Zitat einer der Frauen:

“It’s hard. People can’t accept people. They don’t see the world, they think they can judge. When I die, no matter what Iam; as long as Iam proud of who Iam, it’s only god who can judge.”
Unbekannt

Im Botanischen Garten von Adelaide zeigt mir Haydyn wie die Aborigines im Urwald überlebten. Er nannte mir Pflanzen und Bäume und deren Nutzen für die australischen Ureinwohner. Einige Pflanzen dienten als Medizin, andere als Nahrungsmittel und wieder andere als Waffe.

Das bekannteste Jagdinstrument der Aborigines präsentierte mir Haydyn im South Australia Museum – bei kostenlosem Eintritt. Das Museum bietet übrigens weltweit die größte Ausstellung über die Kultur der australischen Ureinwohner.

Zu BOOKABEE Tours

Adventure Kayaking in Adelaide

Adventure Kayaking in der Adelaide Dolphin Sanctury ist ein großartiges Erlebnis.

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Adventure Kayaking in der Adelaide Dolphin Sanctury

Die Adelaide Dolphin Sanctuary ist eins von Adelaide’s „Secret Spots“. Das Gebiet hat ein große ökologische Bedeutung und bietet eine faszinierende Vielfalt maritimen Lebens und Schutz für verschiedene Vögel. Wir sind durch die Mangrovenwälder und geschützten Buchten vorbei an den Port River Delfinen gepaddelt. Weiter ging es mit dem Kayak durch einen Schiffsfriedhof mit ca. 20 Wracks. Absolut beeindruckend!

Schiffsfriedhof_adelaide

Schiffsfriedhof in Adelaide

Tipp: Vorher gut mit Sonnenmilch eincremen, einen Hut mitnehmen und eine Sonnenbrille aufzusetzen. Ich hatte es leider vergessen und war ganz schön rot im Gesicht!

Nach drei Stunden Kayaking spürte ich nicht nur meine Armmuskeln, sondern hatte auch einen riesigen Hunger. Wir fuhren in dem nahe gelegenen Vorort Semaphore zu Soto’s Fish Shop. Der kleine Imbiss ist bekannt für die besten Fish & Chips der Stadt.


Preise Kayak-Tour Delfine & Schiffsfriedhof

Erwachsene 70,00 $
Kinder 40,00 $
Ermäßigt 60,00 $
2 Erwachsene + 2 Kinder 180,00 $
2 Erwachsene + 3 Kinder 200,00 $

Zum Adventure Kayaking SA


Kuscheln mit einem Koala

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Kuscheln mit einem Koala

Einer meiner persönlichen Highlights war der Besuch des Cleland Wildlife Park. Im Park konnte ich frei zwischen Emus, Koalas, Wallabys und Kängurus herumwandern und die Tiere füttern.

Aus der Nähe sah ich Wombats, Tasmanische Teufel, Dingos und andere Tiere.

Zum Schluss durfte ich einen Koala auf den Arm nehmen und mit Eukalyptus-Blättern füttern. Der Koala hat sehr gut gerochen und fühlte sich sehr weich und flauschig an.

Ein Tag den ich so schnell  nicht vergessen werde.


Preise im Cleland Wildlife Park

Tagesticket 25,00 $
Gruppenticket (10 oder mehr Teinehmer) 21,00 $
Reptilien auf dem Arm 15,00 $
Koala auf dem Arm 30,00 $
Tierfutter 3,00 $

Zum Cleland Wildlife Park


Känguru-Insel – Jeep-Tour

Von Cape Jevis fuhr ich 50 min. mit der Fähre nach Penneshaw auf Kangaroo Island. Der Blick auf die Küste war absolut großartig. In Penneshaw angelegt, ging es für mich auf eine Kangaroo Island Wildlife Discovery Tour in einem Jeep für 4 Personen. Außer dem Fahrer, war noch ein amerikanisches Pärchen, Mitte 60 aus Colorado dabei. Die Insel und die Tiere auf diese Art zu erkunden war großartig. Wir stoppten mit dem Jeep irgendwo und wanderten dann richtig in das jeweilige Gebiet der Tiere. Als Naturliebhaber hatte ich an dieser Tour meine wahre Freude. Auf dem Weg besuchten wir eine Eukalyptus-Farm und ich lernte die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Eukalyptus-Öl kennen.

Dann kam es zu einem meiner absoluten Highlights, dem Lunch. Wir hielten mitten im Wald und da war nur ein kleines Zelt, unter dem unser Tour Guide einen waren Gaumenschmaus zauberte. Es gab Hähnchen, Salat und natürlich wieder Wein und zum Nachtisch einen leckeren Cheescake.

Mit dem Speedboat um die Känguru-Insel

Ich wurde zum Emu Bay gebracht, um einen der tollsten Boot-Trips meines Lebens zu unternehmen. Wir stiegen in ein relativ kleines Speedboat, das normalerweise für Polizei- oder Militäreinsätze genutzt wird. Ich saß ganz vorn! Der Motor startete, der vordere Teil des Bootes erhob sich aus dem Wasser und wir brausten wahnsinnig schnell über den Ozean. Definitiv nichts für Leute, denen schnell schlecht wird!

Es ist ein absolut hammergeiles Gefühl, wenn einem der Wind ums Gesicht bläst und der Ozean-Salzgeruch in die Nase steigt. Der ganze Kopf wird durchgepustet. Selten habe ich mich so frei gefühlt!

Wir brausten vorbei an wunderschönen Klippen, sahen Seeadler und hatten ein Ausblick auf die vielfältige Landschaft von Kangaroo Island. In einer idyllischen Bucht machten wir einen Stopp, schwammen mal wieder mit Delfinen und schnorchelten am Strand.

Weinsause durchs Barossa Valley

Werner Gattermayr von Barossa Experience Tours holte mich, zwei lesbische Holländerinnen aus Amsterdam sowie ein amerikanisches Hetero-Pärchen aus New Jersey vom Hotel ab. Wir fünf wurden von Werner durch das Tal geführt und wurden dabei auch über die deutschen und britischen Einflüsse auf die Weinregion aufgeklärt.

Die ersten Siedlergruppen waren nämlich englischer Abstammung und ließen sich in der Umgebung von Lyndoch nieder, aber bereits 1842 folgten die ersten Deutschen, die auf der Suche nach religiöser Freiheit aus Schlesien, Preußen und Polen ausgewandert waren und in Bethany einen Neuanfang wagten. Die Engländer besaßen die finanziellen Mittel und die Deutschen das Know-how der Landwirtschaft.

Unser erster Stopp war Mengler Hill: eine tolle Aussichtsplattform, von der man über das gesamte Barossa Valley gucken kann. Weiter ging’s zum Farmers Market, auf dem zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten aus der Region zu finden sind. Es war zwar noch relativ früh am Morgen, aber eine frische Auster musste sein.

Anschließend erreichten wird das Weingut Yalumba. Es wurde 1849 von Samuel Smith, einem britischen Migranten und Brauer, gegründet. Nach dem Kauf eines 30-Hektar großen Grundstücks pflanzten Smith und sein Sohn die ersten Reben bei Mondschein. Samuel nannte sie „Yalumba“ – ein Wort der Aborigines, das soviel wie „Das ganze Land herum“ bedeutet. Hier verköstigten wir nicht weniger als zehn Weine. Außerdem hatte ich die Chance, einen roten Schaumwein zu probieren, der in Australien traditionell zu Weihnachten getrunken wird.

Schon leicht beschwipst fuhren wir weiter zum Weingut Penfolds, eines der bekanntesten Weingüter weltweit. Und auch dort probierten wir den einen oder anderen Tropfen.

Unsere Truppe war mittlerweile in sehr guter Stimmung, und es wurde Zeit für den Lunch. Werner organisierte auf dem Weingut von Peter Lehmann drei fabelhafte Käseteller, die wir uns teilten. Dazu gab es natürlich – Wein.

Auf der Fahrt zum Chateau Tanuda zeigte uns Werner Rebstöcke, die mittlerweile 167 Jahre alt sind und noch immer erstbeste Trauben produzieren:

Auch im Chateau Tanuda probierten wir reichlich Wein. Dieses Weingut hat schon viele Auszeichnungen bekommen – unter anderem bei den „Berlin Wine Trophy“ zwölf Goldmedaillen sowie eine Auszeichnung als bester australischer Produzent.

Als nächstes besuchten wir die Farm von der berühmten Köchin Maggie Beer. Hier ging es ausnahmsweise nicht um Wein, sondern um kulinarisches Essen.

Unsere Tour endete im Weingut Seppeltsfield, das für exzellente Portweine bekannt ist. In dem 1851 gegründeten Weingut wird über hundert Jahre alter Portwein gelagert – den durften wir leider nur angucken, aber nicht probieren.

Fazit:

Die Reise nach South Australia war eines der beeindruckendsten Reisen meines Lebens und ich werde diese Tour nie vergessen. Übrigens gibt es die gesamte Tour im Online Magazin queer.de.

Wenn ihr weitere Tipps zur Region haben wollt oder euch ihr weitere Tipps habt – lasst gerne einen Kommentar hier.

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