Start Wandern Alpenüberquerung E5: Oberstdorf - Meran Etappe 2: Von der Kemptner Hütte nach Bach

Etappe 2: Von der Kemptner Hütte nach Bach

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Am 17.08.2018 ging unser Abenteuer Alpenüberquerung weiter. Die zweite Etappe hatte das Tagesziel Bach im Lechtal. Normalerweise dauert die zweite Etappe 9,5h und führt zu Memminger Hütte, aber wir haben uns die Tour in zwei Etappen geteilt. Besonders aufregend war die Überquerung der längsten Hängeseilbrücke Österreichs. Nichts für schwache Nerven, sage ich Euch! Auch diese Tour war geprägt von tollen Ausblicken und einem wirklich herzlichen Empfang im Haus Petra. Erfahrt, was wir alles erlebt haben auf der zweiten Etappe unserer Alpenüberquerung auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran.

Etappe 2 im Überblick

↑ 2093 Höhe
↓ 1070 Tiefe
14,1 km – 4,5 Stunden mit Pausen
Kemptner Hütte nach Bach – Stockach
GPS Daten WanderungGPS Daten zum Download:
E5 – Kemptner-Hütte – Bach – Etappe 2 – GPS

Von der Kemptner Hütte zum Mädelejoch

Gegen 06:00 Uhr in der früh begann unser Tag im Mehrbettzimmer auf der Kempener Hütte. Trotz der frühen Uhrzeit war ich sehr glücklich los zu wandern und gespannt auf die Erlebnisse, die der Tag brachte. Ich holte die letzten Sachen aus dem Trockenraum, die mehr stanken als zuvor und es war auch nichts richtig trocken geworden. Aber auch das konnte meine Laune nicht trüben.

Um 08:30 stiegen wir zum Mädelejoch von 1845 m auf 2039 m hoch. Das Mädelejoch ist der tieftste Punkt zwischen Muttlerkopf (2366 m) und Kratzer (2427 m). Die Sonne schien und wir nutzten die Zeit für ein paar Fotos – seht selbst:

Aufstieg zum Mädelejoch
Aufstieg zum Mädelejoch

Nach ca. 30 min. Wanderzeit erreichten wir auch schon das Grenzschild. Wir verlassen die Bundesrepublik Deutschland und erreichen Tirol. Der Abstieg ins Lechtal beginnt.

Grenzschild am Mädelejoch
Grenzschild am Mädelejoch

Abstieg zum Café Uta

Auf felsigem Weg verlassen wir das Allgäu. Wir passieren die obere Roßgumpenalm auf 1680 m, wandern ein Stück durch den Wald und erreichen auf 1329 m die untere Roßgumpenalm. Ich schwitze rund um die Uhr, aber diese atemberaubende Natur macht mich einfach nur glücklich und ich fühle mich absolut frei.

Abstieg zum Café Uta
Abstieg zum Café Uta

Wir wandern weiter durchs Höhenbachtal. Auf dem Weg begegnen uns wunderschöne Kühe mit ihren Jungtieren. Sehr süß, aber wir machen ganz bewusst eine großen Schlenker. Im Café Uta machen wir unsere erste Rast und gönnen uns ein erstes Radler für den Tag. Hunger haben wir erstaunlicherweise kaum, obwohl uns Kuchen und Apfelstrudel nahgelegt wurden.

Höhenbachtal
Höhenbachtal

Hängebrücke und Lechweg

Im Café Uta entschieden wir uns weiter zur Hängebrücke zu wandern. Nach einer guten halben Stunde erreichten wir die Brücke und bei Carola kamen echte Heimatgefühle auf – der Hennes feuert den FC sogar aus dem Lechtal an:

Carola hat Heimatgefühle kurz vor Holzgau
Carola hat Heimatgefühle kurz vor Holzgau

Meine Augen waren schon auf dieser beeindruckenden Hängeseilbrücke. 2011 wurde diese längste Hängeseilbrücke Österreichs über dem Höhenbachtal errichtet. Die Brücke ist insgesamt 200,51 m lang und schwingt 105 m hoch. In der Mitte werden die Knie schon weicher.

Längste Hängeseilbrücke Österreichs bei Holzgau
Längste Hängeseilbrücke Österreichs bei Holzgau

Wir überquerten die Brücke und wanderten durch Holzgau weiter nach Stockach zu unserer Unterkunft Haus Petra. Wir erreichten unser Ziel gegen 15:00 Uhr.

Eine gute Variante um das Haus Petra zu erreichen wäre auch der Lechweg gewesen. Hier wären wir nach dem Café Uta auch in Richtung Hängebrücke gelaufen. Allerdings hätten wir nach rund 15 min. das nächste Schild zur Hängebrücke ignoriert und hätten den Lechweg geradeaus nach Stockach gewählt.

Haus Petra

Das Haus Petra ist einer unser Übernachtungs-Highlights des E5. Die Unterkunft liegt in Stockach bei Bach. Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier direkt keine. Petra hat uns aber kostenlos Fahrräder zur Verfügung gestellt, um uns in Bach einzudecken und essen zu gehen. Mein persönliches Highlight war ein Gruß auf dem Zimmer von meinem Freund Martin aus Berlin, der ohne das ich es wusste die Nacht zuvor bei Petra verbracht hatte. Auch das Frühstück ist der absolute Hammer. Selbstgebackene Brötchen, frischer Orangensaft und Eier von den eigenen Hühnern.

Frühstück im Haus Petra
Frühstück im Haus Petra

Am nächsten morgen wurden wir von ihrem Mann Max mit dem Auto zum Taxibus Feuerstein gefahren. So konnten wir in Ruhe das fantastische Frühstück genießen.

Auf schnitzen.com findet ihr alle Infos zum Haus Petra.

Etappe auf Komoot

Ich habe die gesamte zweite Etappe von der Kemptner-Hütte bis Bach mit Komoot getrackt:

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Willkommen auf meinem Outdoor- und Reiseblog. Schön, dass du da bist. Mein Name ist Nick und es zieht mich immer wieder in die Natur, an die frische Luft und in ferne, fremde Länder. 2018 bin ich mit diesem Blog gestartet. Gerne nehme ich euch mit auf meine Reisen und Erlebnisse und gebe praktische Tipps. Außerdem veranstalte ich Wandertouren rund um Köln - hier freue ich mich immer wieder über gleichgesinnte Mitwanderer.

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